Bildung und Soziales

Handlungsfeld Bildung

Identifikation mit der Parksiedlung schaffen, Image verbessern

Erinnerungen sichtbar machen für interkulturelle Verständigung und Mehrgenerationenarbeit

Die zentrale Aufgabe für die Nachhaltigkeit von Verbesserungen bleibt es, die eklatante (Kinder-) Armut vor Ort zu bewältigen und insbesondere die Bildungsbenachteiligung abzubauen. Eine Verbindung von informellen und formellen Bildungsorten, mehr Anerkennung auch von Mehrsprachigkeit und eine wirksamere Sprachförderung auch die Förderung der Muttersprache für das Lernen von Deutsch als Fremdsprache werden erreichbar. Die Übertrittsquoten auf weiterführende Schulen, die Abschlüsse und Übergänge in Ausbildung und Beruf sollen verbessert werden mit Mentoren, Patenschaften, Bildungs-Lotsen und Schülerunternehmen. Sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfeplanungen für bessere Bildungsbeteiligung und kultursensible Erziehungshilfen für und mit MigrantInnen sowie eine interkulturelle Elternarbeit und Bildungsberatung werden dafür forciert.
Mit einem Oral- history- Projekt „Leben in und mit der Parksiedlung in Oberschleißheim“ werden Erinnerungen von Einheimischen und Zugewanderten sichtbar gemacht, in (Bild-) Broschüren und Lesungen veröffentlicht, besprochen und für eine interkulturelle Mehrgenerationenarbeit „Auf gute Nachbarschaft“ genutzt. Polarisierungen, Ressentiments und Rufschädigungen sollen weiter abgebaut werden. Erfahrungen von gemeinsamen Erfolgen und Solidarität von jung und alt aus nah und fern tragen möglichst lebensnah auch im Alltag dazu bei.
Kunstprojekte „Wir in der Parksiedlung in Oberschleißheim“, Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge „Fit und gut drauf“ und Aktionen z.B. „Laufen für die Parksiedlung“ könnten ebenfalls öffentlichkeitswirksam, Identität stiftend und Image bildend sein und etwas zum kooperativen Siedlungsmarketing beitragen.
Mehrere Mehrzielprojekte für Integration und Teilhabe sind als soziokulturelle Bildung zu verstehen, mit denen eine offensive Bildungsbeteiligung bewusst erprobt wird.
Die formalen und non- formalen Bildungsorte und die des informellen Lernens werden mehr verbunden.
Die verschiedenen Sprachräume und Kompetenzen werden mehr anerkannt und gefördert
Die interkulturelle und intergenerative Begegnung, die Beteiligung und Teilhabe werden verbessert.
Potenziale erkennen, Impulse geben und Räume schaffen sind wichtige Aufgaben dafür.