Kinderteilhabe

Das Kinderteilhabeprojekt: Gemeinsam mehr erreichen war 2009 ein Mehrzielprojekt.

Die Grundschule im Gebiet und die Berglwaldschule, heute Mittelschule, waren Ausgangspunkte. Die Kinder, ihre Familien und Angehörige sind erreicht worden.
Mit den zuständigen Fachkräften und Entscheidungsträgern wurde eng kooperiert. . Sie bekamen tatkräftige Unterstützung und Flankierungen der Hochschule München. Projektideen und Perspektiven für die Gemeinde entstanden. Die Anliegen und Ideen der Kinder sind öffentlichkeitswirksam vorgestellt worden. Verbesserungen erreichen, mehr Mut machen und Signalwirkungen für eine positive Identifikation und ein besseres Image der Parksiedlung und deren Aufwertung geben, das waren Programmgemäße Ziele. (Lebens-) Qualitäten und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen aus dem Gebiet sind nun besser erkannt und ausgehandelt, (ungleiche) Interessen geklärt und Kräfte gebündelt. Eigeninitiativen der Mädchen und Jungen verschiedener Herkunft sind entstanden. Demokratie und Teilhabe konnten lebensnah erprobt und verbessert werden.

Die Schulen waren Knotenpunkte für die Verbindung von formellen und informellen Lern- und Bildungsprozessen in Familie, Nachbarschaft, Vereinen, (Glaubens-) Gemeinschaften und unter GleichaltrigenDie Kinder analysierten ihre (Wohn-) Siedlung systematisch mit den Hilfsmitteln eines Kinderaktionskoffers, der in den Schulklassen eingeführt wurde: Sie dokumentierten die positiv und/oder negativ erlebten Orte und kommentierten, wo und wofür sie Anerkennung, Druck, Stress oder Angst bekamen oder (aus-) weichen sollten. Die Jungen und Mädchen entwarfen Verbesserungsvorschläge und präsentierten sie den Entscheidungsträgern in einem moderierten Kinder- und Jugendforum „Wir in der Parksiedlung“. Vertreter der Wohnungswirtschaft waren eingeladen, sind aber fern geblieben. Angehörige der Kinder und Jugendlichen kamen und lokale Partnerschaften für die Projektvorschläge sind entstanden. Weitere Treffen klärten, was von wem für die Anliegen unternommen und erreicht wurde. Alles ist in einer Broschüre dokumentiert.

Altersgerechte und kultursensible Aktivierungen von Mädchen und Jungen sind erprobt worden. Die Kinder und Jugendlichen gewannen neue Erfahrungen ihrer Kompetenz und Selbstwirksamkeit, Solidarität und Anerkennung. Sie erlebten, dass ihre Meinung ernst genommen und ihre persönlichen Potenziale verstanden und genutzt wurden. Die Kinder traten miteinander öffentlich in Erscheinung, ehe sie nach der 4. Klasse getrennte (Bildungs-) Wege gehen (müssen). Sie werden aber Nachbarn bleiben und eine gemeinsame (Erfolgs-) Geschichte haben. Für das interkulturelle Lernen, für das Gemeinschaftsleben und für die Bildungsbeteiligung von Kindern bleibt das relevant. Die meisten Kinder aus dem Gebiet, Familien mit Migrationshintergrund und solche mit wenig Bildungskapital, wechselten in die Hauptschule vor Ort. Deutlich weniger besuchten andere weiterführende Schulen, die alle auswärts liegen, v.a. die Realschule in Unterschleißheim und ganz wenige das Gymnasium. Wo und wie sich Schülerinnen und Schüler dieser Schultypen im Alltags- und Vereinsleben begegnen, ihre Sichtweisen und Ideen für das Jugendleben und die Jugendarbeit wird noch eingehender geklärt.

Die Subjektperspektiven und Impulse der Kinder und Jugendlichen sind handlungsorientiert erkundet und den Entscheidungsträgern sowie Fachkräften vermittelt worden. Ein Projekt Ortsplan von und für Kinder schloss sich an. Bürgerschaftliche Organisationen sind für die Vertiefung und Verstetigung von Innovationen einbezogen worden.

Kinderstadtplan

Broschüre Kinderforum 2009