Temporäre Maßnahmen im öffentlichen Raum – Aufwertung durch Pflege

ramadama quer jung u alt

WIR verfolgten offensiv und öffentlichkeitswirksam mehrere Ziele:

(1.) Eine stärkere und positive Identifikation mit dem Sanierungsgebiet wurde ermöglicht, weil attraktive Projekte mit Jung und Alt aus Nah und Fern gemeinsam geplant und durchgeführt wurden. Viele Fähigkeiten sind sichtbar geworden, mit viel Spaß konnte in einer neuen Weise- - auch Milieu übergreifend - erfolgreich zusammen gearbeitet werden. So entstand eine neue Qualität von Anerkennung, Zugehörigkeit und Solidarität. Hervorzuheben sind die Bepflanzungsaktionen, die Lichterfeste, das Faschingstreiben, die Flohmärkte sowie künstlerische Projekte.

(2.) Mehr Verbindlichkeit und Hilfen auf Gegenseitigkeit entstehen wenn die Erfolge von Projekten z.B. Bepflanzungen erhalten und instandgesetzt werden. Das stärkt auch die Achtsamkeit und informelle soziale Kontrolle. Insbesondere Kindern und Jugendlichen, die beteiligt sind oder waren, können ihre Selbstwirksamkeit erleben: Es geht mehr als gedacht. Man kann etwas tun und Verbesserungen versuchen.
Die Tradition von "Rama dama" ist mit jungen Leuten und ganzen Familien sowie mit der Grundschule forciert worden. Viele neue Gesichter haben beeindruckend Hand angelegt und lernten sich bei einer gemeinsamen Brotzeit besser kennen.

(3.) Das Umfeld der Nahversorger sollte schnellstmöglich verbessert werden. Die Kundenzufriedenheit endete ja nicht an der Kasse und begann nicht beim Betreten eines Ladens. Die Aufwertung des Vorfelds der Geschäfte ist versucht und teilweise erreicht worden. Mehr und mehr hat sich REWE konstruktiv beteiligt. Einige der vom Kinderforum aufgezeigten Mängel sind beseitigt. Die Aufenthaltsqualität ist durch die Bepflanzung von Beeten und zeitweilig aufgestellte Sitzmöglichkeiten verbessert worden. Ein Konzept von REWE wäre nötig, welches die Bestandskunden mit einbezieht. Für die Instandhaltung und die kontinuierliche Pflege insbesondere für täglich zu leerende Abfallbehälter wären mehr Verantwortlichkeit wichtig. Die provisorischen Lagerflächen bei REWE und die Recycling-Container "im rückwärtigen Bereich" werden erst nach der umfangreichen Bautätigkeiten beseitigt.

(4.) Die "gestalterische Aufwertung" kann in einer aktivierend und medienwirksam angelegten Imagekampagne münden, welche für ein kooperatives Standortmarketing mit der Gemeinde, den Eigentümern, dem Gewerbeverband, sozialen, kirchlichen und bürgerschaftlichen Organisationen weiter forciert werden. Künstlerische Motive mit den Großbauten und Symbole, welche zum "Stutenanger" und "Fohlengarten" passen, sind von Kindern und Jugendlichen aus dem KreaPark Team entworfen worden. Die Aktionstage für den Wochenmarkt und gemeinsame Projekte mit dem Gewerbeverband und dem Tourismusverein sind besonders hervorzuheben.

(5.) Die bürgerschaftlichen Kooperationen mit Vereinen sind vertieft worden. Lokale Partnerschaften für eine bessere Wohnumfeldgestaltung sollen nun mit den Eigentümern und ihren Gemeinschaften nochmals versucht werden.